Der Panamahut
Als ein ecuadorianischer Ingenieur seinen eigenen und die Köpfe seiner Arbeiter vor der Sonne beim Bau des Panamakanals schützen wollte, war der Hut aus seiner Heimatstadt Montecristi genau das Richtige. Die Bilder von den Bauarbeitern mit den Hüten machten den „Panamahut“ weltberühmt. Der Hut wurde immer beliebter und entwickelte sich zu einem internationalen Verkaufsschlager bis 1960 der Absatzmarkt zusammenbrach, als ein Foto von Fidel Castro mit Panamahut durch die internationale Presse ging. Nach diesem Bild konnte man den Hut unter anderem nicht mehr in den USA tragen und Montecristi hatte mit hoher Arbeitslosigkeit zu kämpfen.
Die zeit- und arbeitsaufwendige Verarbeitung des Rohmaterials, die Pflanze Paja toquilla, ist ein Erlebnis, das Teil der Reisen in die Santa Elena-Provinz ist. Einen einfachen Hut gibt es schon für ein Paar Euros zu kaufen, einen besseren Hut gibt’s ab 30 Euro und die wasserdichte Version aus dem besten Material kann ein paar hundert Euro kosten.
In dem Küstenabschnitt, in dem Futuro Valdivia arbeitet, besuchen wir auch Handwerker, die mit den unterschiedlichsten Materialen arbeiten: Tagua – pflanzliches Elfenbein, Silber, Perlmutt, der Spondylus – Muschel, die in alten Zeiten als Bezahlungsmittel eingesetzt wurde, und Kuhhorn. Außerdem können wir auch unseren Lieblingskonditor besuchen, der in einem 5-Sterne Hotel gelernt hat und mittlerweile erfolgreich in seinem Heimatdorf tätig ist. Schwimmen, Surfen, Paragliding und von Juli bis September Walbeobachten sind andere mögliche Aktivitäten, wenn man der Küste einen Besuch abstattet.
Sind Sie an einer Reise nach Ecuador interessiert? Kontaktieren Sie jsmedmyr@futurovaldivia.org
